Sperrung wegen Ersatzneubau der Krebsbachbrücke: Sonderregelung für Anlieger und Rettungsdienst?

Max Schad informiert über Reaktion aus Wiesbaden auf Alternativvorschlag der CDU Neuberg

Der Ersatzneubau der Krebsbachbrücke in Rüdigheim und die damit verbundene sechsmonatige Vollsperrung, die einen erheblichen Umweg für die betroffenen Verkehrsteilnehmer über Erlensee zur Folge haben wird, beschäftigt die örtliche Kommunalpolitik. Die CDU Neuberg hat einen Alternativvorschlag zur geplanten Streckenführung entwickelt, der die Umleitung des Pkw-Verkehrs über eine landwirtschaftliche Brücke vorsieht. Der CDU-Landtagsabgeordnete Max Schad hatte die von Gemeindevertreter Walter Bernges präsentierte Idee aufgegriffen und diese dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen mit der Bitte um Prüfung vorgetragen. Nun liegt die Antwort aus Wiesbaden vor.

Wie Schad informiert, weist das Ministerium darauf hin, dass die landwirtschaftliche Brücke im alternativen Umleitungsverlauf aufgrund ihres Zustandes aktuell gesperrt sei. Desweiteren sei der sich an die L3447 anschließende, circa 400 Meter lange Wirtschaftsweg ohne bauliche Anpassungen wie beispielsweise Ausweichbuchten nicht für den Begegnungsverkehr geeignet. Insbesondere für den überörtlichen Verkehr sei die vorgeschlagene Umleitung leider nicht leistungsfähig und verkehrssicher genug. Negative Auswirkungen würden sich zudem durch den erhöhten Durchgangsverkehr auf den schmalen Gemeindestraßen mit teilweise eingeschränkten Sichtverhältnissen ergeben, in deren Streckenverlauf sich auch ein Kindergarten befindet.

Eine Möglichkeit bleibe jedoch, heißt es aus dem Ministerium: Für den unmittelbar von der Baumaßnahme betroffenen Anlieger- und Anwohnerverkehr, sowie gegebenenfalls für Fußgänger, Radfahrer oder den Rettungsdienst seien eventuell Sonderregelungen möglich. Festlegungen zu innerörtlichen Umleitungen für die Anlieger bzw. Anwohner könnten von der jeweiligen Kommune getroffen werden. Natürlich seien auch hier die Vorgaben im Sinne der Verkehrssicherheit und Unfallverhütung einzuhalten. Wie Schad betont, sei es daher sicherlich sinnvoll, dass sich die Gemeinde noch einmal näher mit der Frage beschäftigt und dazu die Abstimmung mit Hessen mobil sucht. „Ich hoffe, dass Wege erarbeitet werden können, damit sich zumindest Anwohnerinnen und Anwohner, Fußgänger und Radfahrer sowie insbesondere der Rettungsdienst über die skizzierte Alternativstrecke lange Umwege für die Zeit der Vollsperrung ersparen.“ Dazu stehe Schad gerne unterstützend zur Verfügung.