CDU-Landtagsabgeordnete fordern Abbau von kommunalen Beschränkungen bei Mobilfunkausbau

Strahlenbelastung sinkt beim Bau von mehr Funkmasten sogar/Akzeptanz in der Bevölkerung steigt

Nach 20 Jahren ist der Vertrag zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Bruchköbel und der Mobilfunkfirma Telefonica/ O2 ausgelaufen. Mittels Rundschreiben will die Jakobusgemeinde aktuell von ihren Gemeindemitgliedern und allen Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie sie zu einer erneuten Vermietung des Kirchturms als Mobilfunk-Sendeanlage stehen. Bei der erstmaligen Vermietung im Jahr 1999 hatte ein unabhängiges Gutachten ergeben, dass keine gesundheitliche Gefahr von der Strahlung ausgeht. Damals wie heute will die Kirchengemeinde vor der Entscheidung erneut eine Stellungnahme von unabhängigen Experten einholen. Die ersten Rückmeldungen aus der Bevölkerung, heißt es aus der Kirchengemeinde, seien mehrheitlich positiv.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul nehmen diesen Vorgang zum Anlass, um allgemein für eine Aufhebung bestehender kommunaler Beschränkungen beim Mobilfunkausbau zu werben. Während ein gesundheitsschädliches Strahlungsrisiko durch Funkmasten mittlerweile widerlegt sei, würden Funkmasten auf öffentlichen Gebäuden vielerorts weiterhin abgelehnt; teilweise gebe es dazu entsprechende Beschlüsse der politischen Gremien vor Ort. Nach derzeitigem Stand der Forschung sinke die Strahlenbelastung aber sogar, wenn weitere Masten gebaut werden. „Hier gilt das einfache Prinzip: Je mehr Handymasten stehen, umso schwächer müssen sie ihre Signale senden“, so die CDU-Politiker.

Zudem würden die Rufe aus der Bevölkerung nach einem flächendeckenden Mobilfunkausbau – zu Recht – immer lauter. „Wenn wir beim Thema Digitalisierung vorankommen wollen, gehört dazu auch ein leistungsfähiges und stabiles Mobilfunknetz – und zwar nicht nur in den Ballungsräumen, sondern flächendeckend im gesamten Bundesgebiet“, schreiben Schad, Kasseckert und Reul weiter. Den Mobilfunkanbietern sollten daher nicht unnötig Steine in den Weg gelegt werden, zumal die Zustimmung innerhalb der Bevölkerung für den Bau von Sendemasten aufgrund des hohen Nutzens in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen habe.

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