Pilotprojekt an der Kopernikusschule: Zusätzliche Mitarbeiter in der Verwaltung sollen Lehrkräfte entlasten

Landtagsabgeordneter Max Schad informiert sich im Gespräch mit Vertretern der Schulleitung

Zurück an alter Wirkungsstätte: Einer seiner ersten Termine als Landtagsabgeordneter führte Max Schad kürzlich an seine ehemalige Schule. An der Kopernikusschule in Freigericht hatte der CDU-Politiker 2003 sein Abitur abgelegt. Im Gespräch mit Schulleiter Ulrich Mayer und der stellvertretenden Schulleiterin Kerstin Schmeckthal informierte sich Schad über die aktuelle Situation an der kooperativen Gesamtschule, die mit rund 2500 Schülerinnen und Schülern die größte allgemeinbildende Schule Deutschlands ist.

Wie Mayer und Schmeckthal berichteten, hat sich die Bildungseinrichtung in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die konstant hohen Schülerzahlen und das große Einzugsgebiet lassen Rückschlüsse auf den hohen Beliebtheitsgrad der Schule zu. Eine kontinuierliche Herausforderung sei die Instandhaltung und Sanierung der Gebäude. Der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger habe in der Vergangenheit viel investiert, doch in einer solch großen Immobilie stelle sich immer wieder die Frage nach der weiteren Perspektive von Erneuerung und Sanierung weiterer Gebäudebereiche.

Breiten Raum nimmt das Thema Digitalisierung ein. Derzeit gibt es an der Kopernikusschule etwas mehr als 200 Laptops, die im Unterricht verwendet werden können. Über eine echte digitale Infrastruktur verfügt bislang aber nur ein Teil der Klassenräume; hier gebe es noch Aufholbedarf, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Voraussetzung für eine effektive Entwicklung sei, dass Schüler- und Lehrerschaft direkt mit moderner Technik arbeiten können, um so nach pädagogischen Gesichtspunkten und Anforderungen lernen zu können.

Bereits seit 1992 firmiert die Kopernikusschule offiziell als Europaschule. Regelmäßige Austauschprogramme sowie die Teilnahme an innovativen Projekten sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler, aber auch das Kollegium und die gesamte Schulgemeinde regelmäßig über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausblicken. Das Programm der Hessischen Europaschulen ist ein Schulentwicklungsprogramm, in dem moderner Unterricht sich mit Mehrsprachigkeit, interkultureller Bildung aber auch den aktuellen Herausforderungen befasst, z.B. in ökologischer oder gesellschaftlicher Hinsicht.

Auch ihrer Aufgabe im Bereich der Integration wird die Kopernikusschule gerecht, u.a. durch zwei Intensivklassen für Migrantinnen und Migranten verbunden mit einem gelungenen Konzept für die Eingliederung in Regelklassen bis hin zu erfolgreichen Schulabschlüssen.

Damit die Lehrkräfte sich wieder mehr auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern konzentrieren können und das Thema Bürokratie künftig weniger Raum einnimmt, beteiligt sich die Schule an einem Pilotprojekt des Main-Kinzig-Kreises gemeinsam mit dem Kultusministerium. Die Vereinbarung mit dem Kreis sieht die Einstellung von sogenannten Verwaltungsassistenzen bzw. Verwaltungsleitern vor. Diese sollen die Schulleitung bei den vielfältigen administrativen Tätigkeiten z.B. im Bereich der Planung und Verwaltung der unterschiedlichen Budgets der Schule unterstützen und organisatorische Aufgaben übernehmen. Bei der Finanzierung übernimmt das Land den Anteil der Kosten, die für die zu erfüllenden Aufgaben von Landesseite anfallen. Einhergehen soll die Neuerung mit mehr Zeit für die Bearbeitung von Schulentwicklungsprozessen und der Konzentration auf die pädagogische Arbeit der Schule. „Ich freue mich, dass das Land Hessen und der Kreis mit unserem Schuldezernenten Winfried Ottmann die Kopernikusschule als Pilotstandort ausgewählt haben. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen, die hier gesammelt werden, und die sicher Vorbildcharakter für andere Schulen in der Region haben werden“, so Max Schad.

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